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Uhren
Uhren, und hier insbesondere mechanische Uhren üben eine besondere
Faszination aus.
Auch wenn ich nicht zu den klassischen Sammlern gehöre, die
über Jahre
und Jahrzehnte eine größere Anzahl von Zeitmessern
ansammeln, würde ich mich doch als Liebhaber mechanischer Uhren
bezeichnen. Da man aber sowieso immer nur eine Uhr tragen kann,
trenne ich mich auch regelmäßig wieder von den
guten Stücken.
Wie bei den Braun Geräten hat mich irgendwann auch beim Thema
Uhren der Umbauvirus gepackt. Herausgekommen ist die unten gezeigte Stowa Marine Original
Handaufzug. Um hier selbst Hand anzulegen
fehlten mir allerdings die handwerklichen Fähigkeiten und auch die
entsprechende Werkstatt.
So habe ich mich hier auf das Zeichnen beschränkt und die
eigentlichen Arbeiten in fachkundige Hände gegeben.
Die Idee zu einer veredelten MO spukte mir schon ein paar Jahre im Kopf
herum,
ich war deren Realisierung aber nie ernsthaft angegangen.
Am Anfang stand die Überlegung was für eine Art der
Veredelung überhaupt zum "Charakter" dieser Uhr passen
würde. Gravur, Skelettierung, Vergoldung? Ein ganz anderes
Werk, Hamilton vielleicht? Nein, irgendwie auch nicht.
Was bleibt also? Eine Dreiviertelplatine.
Aber es sollte eben auch keine Dornblüth im MO Gewand werden.
Aber wie muss eine Dreiviertelplatine aussehen, die zur MO passt?
Meine ersten Entwürfe mit parabelförmigen Ausläufen
für die Öffnung der Unruhe waren alle irgendwie nicht
stimmig. Zu verspielt, nicht klar genug.
Irgendwann kam dann die Idee, einfach den Kreis, die Grundform des
Uhrwerkes und dessen Radius aufzunehmen und sich diesen an den drei
erforderlichen Stellen (rechter Auslauf der Platine, beide Seiten des
Unruhklobens) wiederholen zu lassen.
Völlig simpel,
aber das Ergebnis passte.
Ergänzt wurde die Platine dann noch durch verschraubte Chatons.
Das Finish des Werkes sollte am Ende wieder der Serienuhr entsprechen.
Aber wer kann solch einen Umbau umsetzen?
Nach ein wenig Recherche im Internet hatte ich eine kleine Auswahl an
Betrieben beisammen. Schließlich blieb Premium Watches
Pforzheim übrig. Sehr schnelle und angenehme Kommunikation mit
Herrn Belz und Herrn Uphoff und der Preis passte auch.
Parallel hatte ich mit Herrn Schauer Kontakt aufgenommen. Auch mit
Stowa gab es natürlich einige Dinge zum Ablauf usw. zu
klären. Auch hier lief es so, wie ich es von Stowa gewohnt war.
Zuvorkommend, schnell und reibungslos.
Nun konnte es endlich mit der Fertigung der Uhr los gehen. Im unteren
Bild ist die rohe Platine zu sehen, wie sie von Premium Watches
Pforzheim angefertigt wurde. Hier noch auf einem unveredelten Unitas
6498 montiert.
Danach wurde die Platine mit dem STOWA Schriftzug graviert und
vergoldet.
Über die komplette Vergoldung war ich zunächst etwas
überrascht, dies war aber erforderlich, weil der Schriftzug
später, wie beim Originalwerk golden ausgelegt sein soll.
Hier ist gut zu erkennen, dass die Platine auch schon mit einer
Perlierung versehen ist.
Als nächstes folgte dann der Streifenschliff.
Und hier nun drei Bilder der fertigen Uhr. Schön zu erkennen auch
der Sonnenschliff auf Kron- und Sperrrad.
Insgesamt ist so ein Werk entstanden, dessen Formgebung wie ich finde,
sehr gut mit dem klassischen
(mancher mag es auch als altbacken empfinden) Erscheinungsbild des
Ziffernblatts korrespondiert.
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